Aktuell


Zu unserer nächsten Veranstaltung dürfen wir Sie hiermit herzlich einladen.

Seyran Ates, Berlin,


Deutschland zwischen Integration und Parallelgesellschaften


Fr., 12.09.08, 19:30 Uhr
Ort: Gemeindezentrum St. Nikolaus, Rathausstr. 5


Zusammenfassung:

Wenn es in der sogenannten Integrationsdebatte Einigkeit gibt, dann die, dass Deutschland es versäumt hat beizeiten eine Integrationspolitik zu betreiben.

Ansonsten wird fleißig darüber gestritten, ob Integration oder Assimilation der richtige Weg zur Integration wären, bzw. weder das eine noch das andere geeignete Mittel seien, um das friedliche Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft zu gewährleisten.

Die Auflösung von Parallelgesellschaften gehört zu den größten Herausforderungen der Gesellschaft - auch in Deutschland. Zunächst darf aber nicht mehr bestritten werden, dass es Parallelgesellschaften gibt. Es muss geklärt werden, was unter Integration zu verstehen ist, und wer welche Leistungen dafür zu erbringen hat.


Es kann nicht sein, dass der Staat, der auf dem Gebiet der Integration viel versäumt hat, allein dafür verantwortlich ist. Die Menschen, die integretiert werden müssen und die Menschen, die integrieren wollen, müssen aktiv beteiligt werden, sonst wird Integration nicht funktionieren. Es geht um das Zusammenleben in einer Gesellschaft  -  und es geht um die Entwicklung eines Wir-Gefühls für die Gesellschaft Deutschlands.

Seit dem 11.09.2001 sind auf beiden Seiten verstärkt Bemühungen der Annäherung zu verzeichnen. Jedoch gibt es auf beiden Seiten auch Kräfte, die sich für Seperatismus, Kulturchauvinismus und nationlistisches Gedankengut stark machen und eine multikulturelle Welt und transkulturelle
Identitäten ablehnen.
Religiöse Fragen und Differenzen spielen dabei durchaus eine tragende Rolle.
Wir stehen immer wieder vor der Frage: Sind der Islam und Demokratie vereinbar, ist der Islam integrationsfähig?

Es gibt viele Fragen, es gibt aber auch schon seit Jahrzehnten viele Antworten gerade im Bereich Bildung und Integration.
Die  wichtigsten Fragen sind, warum wurde bisher so wenig umgesetzt und warum wird so wenig in echte Integrationsarbeit investiert.



Referentin:     Seyran Ates, Berlin,


Seyran Ates wurde 1963 in Istanbul geboren und lebt seit über 30 Jahren in Deutschland. Sie arbeitet in Berlin als Rechtsanwältin und Autorin. Wegen ihres Engagements für Integration und Gleichberechtigung wurde sie 2007 von Bundespräsident Köhler mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Veröffentlichungen u.a.

2003: Große Reise ins Feuer. Die Geschichte einer deutschen Türkin. Rowohlt, Berlin

2007: Der Multikulti-Irrtum. Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können. Ullstein, Berlin



Veranstaltungsablauf:

19:30 Uhr

Begrüßung
Vortrag mit anschließender Diskussion

 

Deutschland zwischen Integration und Parallelgesellschaften
Seyran Ates, Berlin,

 

Pause

 

Aussprache

21:00 Uhr

Gespräch im Foyer

Teilnahmegebühr:   5,- €
(Schüler, Studenten, Auszubildende: frei)